Regeländerungen für die neue Saison 2025/26
Im Zuge der Sommerschulung wurden in altbewährter Art und Weise von Manuel Baumann die wichtigsten Regeländerungen für die neue Saison vorgestellt. Hier nochmal in aller Kürze zusammengefasst: (Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet. Die verwendeten Bezeichnungen beziehen sich auf alle Geschlechter.)
Regeländerungen für die neue Saison 2025/2026
Wieder einmal gilt unser Dank unserem Elite-Schiedsrichter Manuel Baumann, der uns bei der Sommerschulung die Regeländerungen in gewohnt souveräner Weise nähergebracht hat!
Hier nochmal in aller Kürze zusammengefasst: (Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet. Die verwendeten Bezeichnungen beziehen sich auf alle Geschlechter.)
- Regel 8 Beginn und Fortsetzung des Spiels: Der Schiedsrichterball wird dort ausgeführt, wo sich der Ball zum Zeitpunkt des Pfiffs befand! Durchgeführt wird der Schiedsrichterball
- mit dem Tormann, wenn sich der Ball zum Zeitpunkt des Pfiffs im Strafraum befunden hat;
- mit einem Spieler der Mannschaft, die den Ball mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erhalten hätte (bzw. die im Ballbesitz war), wenn es zu keiner Unterbrechung durch den Schiedsrichter gekommen wäre;
- mit einem Spieler der Mannschaft, die zuletzt den Ball berührte, wenn nicht eindeutig ist, welches Team in den Ballbesitz gekommen wäre.
- Regel 9 Ball im und aus dem Spiel: Wenn ein Teamoffizieller, ein Einwechselspieler, ein ausgewechselter Spieler oder des Feldes verwiesener Spieler oder auch ein Spieler, der aus anderen Gründen nicht auf dem Spielfeld ist (z.B. verletzungsbedingt, Ausrüstung, o.ä.), das Spielfeld betritt und den Ball berührt, dann gibt es einen Indirekten Freistoß dort, wo er den Ball berührt hat, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
- Es darf keine Absicht vorliegen, das Spiel unfair zu beeinflussen
- Der Ball wäre ohne diesen Eingriff eindeutig aus dem Spielfeld gegangen.
Es gibt KEINE Gelbe Karte und auch KEINE Rote Karte für diesen Eingriff.
Es ist dabei egal, ob die Berührung des Balles mit dem Fuß, mit der Hand oder mit irgendeinem anderen Körperteil oder mit einem Schienbeinschoner o.ä. erfolgt.
- Regel 12 Fouls und Unsportliches Verhalten. Ein Eckstoss wird gegeben, wenn ein Torhüter den Ball länger als acht Sekunden lang kontrolliert (vulgo: „8-Sekunden-Regel“). Dabei bedeutet das Wort „kontrolliert“:
- Er hält den Ball mit beiden Händen oder beiden Armen fest.
- Er hält den Ball mit beiden Händen/Armen oder auch nur mit einer Hand/einem Arm gegen eine Oberfläche. Die Oberfläche kann dabei z.B. der Boden oder sein eigener Körper sein.
- Er hält den Ball in seiner ausgestreckten offenen Hand oder in seinen beiden ausgestreckten offenen Händen.
- Er prellt den Ball auf den Boden.
- Er wirft den Ball in die Luft und fängt ihn wieder.
Der Schiedsrichter geht dabei wie folgt vor: Sobald der Torhüter den Ball im obigen Sinn kontrolliert, beginnt er für sich die ersten drei Sekunden zu zählen. Nach der dritten Sekunde hebt er die Hand und zählt die letzten fünf Sekunden deutlich sichtbar mit der Hand.
Gibt der Torhüter den Ball in dieser Zeit NICHT frei, dann erfolgt nach Ablauf der insgesamt 8 Sekunden ein Pfiff, und das Spiel wird mit einem Eckstoß fortgesetzt. Der Eckstoß erfolgt von der Seite, die dem Vergehen am nächsten liegt. Befindet sich der Torhüter genau in der Mitte, entscheidet der Schiedsrichter, von welcher Seite der Eckstoß getreten wird.
Es gibt für das erstmalige Vergehen des Torhüters KEINE Gelbe Karte und auch KEINE Rote Karte. Wie auch sonst üblich ist erst bei einem wiederholten Vergehen mit einer Disziplinarmaßnahme vorzugehen. Das Einhalten des E-V-A-Vorgehens („Ermahnen-Verwarnen-Ausschluss“) wird unbedingt empfohlen.
Achtung: Die „8-Sekunden-Regel“ gilt nur bei laufendem Spiel! Lässt sich ein Torhüter bei einem Abstoß oder einem Freistoß für sein Team sehr lange Zeit, dann ist unverändert nach dem E-V-A-Prinzip vorzugehen! KEINESFALLS darf in diesen Fällen auf einen Eckstoß entschieden werden! Es bleibt bei der ursprünglichen Spielfortsetzung!
Achtung: Gegnerische Spieler könnten versuchen den Torhüter durch gezieltes Anlaufen/Stören daran zu hindern den Ball innerhalb der 8 Sekunden freizugeben! Es ist Aufgabe des Schiedsrichters dies zu erkennen und entsprechend zu ahnden!
- UNABSICHTLICHES Behindern des Tormanns durch einen Gegenspieler → Weiterspielen! Der Countdown läuft weiter!
Beispiel: Ein Stürmer und ein Tormann prallen leicht zusammen und gehen zu Boden. Der Torhüter hat den Ball sicher unter sich begraben. (Countdown startet!). Beide stehen gleichzeitig auf, wobei der Angreifer dabei unabsichtlich den Tormann leicht stört.)
- ABSICHTLICHES Behindern OHNE Körperkontakt → Indirekter Freistoß für das Team des Tormanns (KEINE Gelbe Karte! Erst bei einem wiederholten Vergehen!)
- ABSICHTLICHES Behindern MIT Körperkontakt → Direkter Freistoß für das Team des Tormanns (Disziplinarmaßnahme: Hängt von der Art des Körperkontaktes ab! (→ „Fahrlässig- rücksichtslos-mit übergroßer Härte“)
- Theoretisch möglich: Gleichzeitig mit dem Behindern des Tormanns wird ein SPA- oder eine DOGSO-Vergehen durchgeführt, z.B. wenn der Tormann an der Einhaltung der 8-Sekunden-Regel gehindert wird und gleichzeitig damit der schnelle Abwurf/der schnelle Ausschuss zum allein an der Mittellinie wartenden Stürmer verhindert wird. Dann ist auch eine Gelbe Karte oder sogar eine Rote Karte möglich.
Mit dem Pfiff des Schiedsrichters bei einem Vergehen des Angreifers endet natürlich die „8-Sekunden-Regel“!
Beispiel: Der Torhüter fängt den Ball und wartet fünf Sekunden. Er sieht, dass sich seine Stürmer gut positioniert haben und möchte einen weiten Abschlag machen. Der gegnerische Angreifer bemerkt das und läuft so nahe auf ihn zu, dass der Torhüter den Abschlag-Vorgang abbrechen muss, um den Gegner nicht zu gefährden. Der Schiedsrichter pfeift und ermahnt den gegnerischen Angreifer. Es gibt einen Indirekten Freistoß für das Team des Torhüters. Für diesen Indirekten Freistoß haben sie jetzt NICHT die restlichen drei Sekunden Zeit! Es gilt der übliche Vorgang mit einer angemessenen Zeitspanne für die Durchführung. Falls sich der ausführenden Spieler zu viel Zeit lässt, ist wieder das E-V-A-Prinzip zur Anwendung zu bringen. KEINESFALLS auf Eckstoß neu entscheiden, wenn sich der Indirekte Freistoß verzögert!
Bitte, diese Änderungen unbedingt ab 1.Juli 2025 konsequent umsetzen!
Gut Pfiff wünscht Euch Regelreferent Adi Oberwimmer & der gesamte Ausschuss!
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