Beobachtungs- und Regelreferenten-Tagung am ÖFB-Campus
Am Wochenende vom 13. bis 14. Juni 2026 versammelten sich alle Beobachtungs- und Regelreferenten aus ganz Österreich zu einer hochintensiven Tagung am ÖFB-Campus in Wien. Zwei Tage lang stand die Bundeshauptstadt ganz im Zeichen von Weiterbildung, strategischen Anpassungen und zukunftsweisenden personellen Veränderungen in der höchsten Funktionärsebene.
Der neue designierte Vorsitzende der ÖFB-Schiedsrichter-Kommission Thomas Einwaller begrüßte alle Teilnehmer Samstagvormittag im neueröffneten ÖFB-Campus in Aspern.
Das Programm der zwei Tage war straff organisiert und bot tiefgehende Einblicke in die kommenden Neuerungen für die Saison 2026/27.
1.) Regeländerungen und -anpassungen: Die neuesten Vorgaben und Auslegungen des IFAB wurden detailliert analysiert, um eine bundesweit einheitliche Regelauslegung zu garantieren.
2.) Das Drei-Stufen-Verfahren: Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Optimierung und Festigung des Drei-Stufen-Verfahrens bei Rassismus-Vorfällen, um Schiedsrichtern maximale Handlungssicherheit auf dem Platz zu geben.
3.) Anpassungen im Beobachterleitfaden & Bewertungsrahmen: Es wurden wichtige Justierungen am Beobachter-Leitfaden sowie am Bewertungsrahmen vorgenommen.
4.) Fachvorträge aus Salzburg und der Steiermark
Salzburgs Beobachtungsreferent Rudi Gruber durfte in seinem Vortrag unter dem Titel „Leiten statt begleiten“ den Fokus auf die proaktive Spielleitung legen bzw. wie der Umgang seitens des Beobachters auf das große Thema „Spielmanagement“ erfolgen soll. Gruber betonte, dass moderne Schiedsrichter Partien aktiv durch Persönlichkeit, Körpersprache und präventive Kommunikation führen müssen, anstatt das Geschehen lediglich passiv zu verwalten.
Die Mitarbeit der Beobachtungsreferenten war vorbildlich und die veranschlagte Zeit verging wie im Flug. Der Inhalt lieferte wertvolle Impulse für die zukünftige Beobachterpraxis.
Personeller Umbruch im Bereich des Exptertenkomitees für Regeln
Neben den fachlichen Inhalten stand die Tagung auch im Zeichen des Abschieds und des Neubeginns. Eine besondere Zäsur markiert das Ende einer Ära im österreichischen Regelwesen:
Die langjährigen und verdienten Experten Gerhard Gerstenmayer und Johann Hechtl verabschiedeten sich unter großem Applaus der Anwesenden aus ihren Funktionen. Ihr unermüdlicher Einsatz über die vergangenen Jahre hat das Regelwesen maßgeblich geprägt.
Gleichzeitig wurde die Nachfolge offiziell besiegelt: Der ehemalige Spitzenreferee Markus Hameter übernimmt ab sofort das Ruder und leitet als neuer Chef das Regelreferat. Mit ihm gewinnt das Schiedsrichterwesen einen Fachmann, der die erfolgreiche Arbeit fortführen und gleichzeitig neue, moderne Impulse setzen wird.
Salzburgs Regelreferent Adi Oberwimmer steht mit den durchwegs herausfordernden Regeländerungen bzw. -anpassungen am Samstag, den 27.06.2026 bei der Salzburger Sommerschulung in der Bachschmiede Wals im Fokus.
Die Tagung am ÖFB-Campus hat einmal mehr gezeigt, wie dynamisch und professionalisiert das Schiedsrichterwesen agiert. Mit klaren neuen Richtlinien und einer neu aufgestellten Führung im Regelreferat ist Österreichs Schiedsrichterwesen bestens für die kommenden Herausforderungen gerüstet.
Johann Hechtl, Markus Hameter, Adi Oberwimmer, Thomas Einwaller, Rudi Gruber, Gerhard Gerstenmayer (v.l.n.r.)




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